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Fundraising-Projekt für Entwicklungsorganisation l'appel

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Sophia, Consultant & Sarah, Consultant

Sophia und Sarah bekamen letztes Jahr die Chance, Teil des ProBono-Detecon-Projekt-Teams "L'appel" zu sein. Das Projekt erhielt den WiWo Best of Consulting Award in der Kategorie ProBono. Im Interview erzählen sie uns, wie es zu dem Projekt kam und wie Detecon die Entwicklungsorganisation mit ihrem Projekteinsatz unterstützt.

 

Wie kam es zu dem Projekt mit L‘appel?

Unser Young Consultant Network (YCN) ist eine weltweite Community von Business Analysts und Consultants der Detecon und hilft jungen Kolleginnen und Kollegen bei ihrem Onboarding, neue Kontakte zu knüpfen und sich bei Detecon zu vernetzen. Das YCN engagiert sich darüber hinaus in unterschiedlichen sozialen Projekten und veranstaltet gemeinschaftliche Events zur Stärkung des Netzwerkes. Zudem wählt es halbjährlich ein ProBono-Projekt aus, welches durch junge Berater von Detecon ehrenamtlich unterstützt wird. Dieses Mal fiel die Wahl auf ein Fundraising-Projekt der Entwicklungshilfsorganisation L’appel. Ein Kollege von uns, David Biertz, ist seit seiner Studienzeit selbst aktives Mitglied der Organisation. Mit insgesamt 6 Kolleginnen und Kollegen sind wir für das Projekt an den Start gegangen.

Was genau macht die Organisation L‘appel?

L‘appel ist ein NGO-Startup, gegründet von Studenten aus Köln (www.lappel.de). Die Arbeit von L’appel konzentriert sich auf zwei Gemeinden: Makeni in Sierra Leone und Kiruhura in Ruanda. Die Appelle der Menschen vor Ort haben Handlungsbedarf in den folgenden drei Bereichen ergeben: Gesundheit stärken, Bildung ermöglichen und Empowerment unterstützen. Auf Grundlage dieser drei Tätigkeitsfelder verfolgt L‘appel einen Ansatz moderner und ganzheitlicher Entwicklungszusammenarbeit. Die Vision dabei ist die Erreichung eines selbstbestimmten Lebens für jeden Menschen. Das können ein sich selbst refinanzierendes Stipendienprogramm, ein Teilzeitinternat mit extracurricularer Förderung oder Kleinunternehmerunterstützung sein - alte Konzepte werden aufgebrochen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort neu gedacht und umgesetzt.

Wie hat sich das Projekt gestaltet?

Um auch langfristig die Fortführung ihrer erfolgreichen Hilfsprojekte sicherzustellen, benötigte L‘appel ein zukunftsfähiges Fundraising-Konzept. Spenden und Finanzflüsse sollten auch über den kurzfristigen Horizont hinaus planbar und stabil gestaltet werden, um die Finanzierungsgrundlage vieler Gesundheits- und Bildungsprojekte sichern und ausbauen zu können.

Hierzu veranstalteten wir zunächst mit einem kleinen Team von L’appel ein Kickoff, um die Herausforderungen und Probleme von L’appel genau zu verstehen. Dabei sind wir methodisch mit dem Problem Solving Worksheet vorgegangen und haben gemeinsam definiert, woran wir die nächsten drei Monate arbeiten werden. Schließlich kristallisierten sich die folgenden vier Themenfelder heraus:

  1.     Fundraising: Analyse der Spendergruppen und Optimierung der Spenderansprache
  2.     CRM-Tool: Benchmarking Analyse möglicher Tools um Spender zu verwalten
  3.     Definition von KPIs: Zur Messbarkeit des Erfolgs von Fundraisingaktionen
  4.     Teamkommunikation & Organisation: Tipps zur Zusammenarbeit in fluktuierenden Teams

Zu diesen vier Bereichen haben wir dann Subteams gebildet, die sich intensiv mit den einzelnen Themen beschäftigt haben. Je nach Bedarf gab es auch weitere Abstimmungen mit L’appel um Fragen zu klären und die aktuelle Situation besser zu verstehen. Außerdem haben uns unsere Partner Jürgen Padberg und Michael Meissner methodisch und mit ihrer Erfahrung unterstützt.  

Was konntet ihr mit dem Projekt für L’appel erreichen und wie geht es weiter?

Wir haben konkrete Maßnahmen für eine systematische Fundraising-Strategie erarbeitet, wozu unter anderem eine zielgruppenspezifische Ansprache von Privatspendern, Unternehmen, Stiftungen und Institutionen zählte. Im Kern unserer Arbeiten stand zudem eine ausführliche Analyse und spätere Konfiguration geeigneter CRM-Tools, die möglichst interaktiv und transparent das KPI-gesteuerte Reporting und die Beziehungspflege mit allen Spendern organisieren sollten. Aber auch aus unserem Berateralltag konnten wir wertvolle Tipps weitergeben, beispielsweise welche Zusammenarbeitstools wie Slack und Trello in verstreuten Teams helfen, dass kein Wissen verloren geht und ein guter Kommunikationsfluss etabliert wird. Unsere gewonnenen Erkenntnisse bereiteten wir dann in einer abschließenden Gesamtpräsentation auf und stellten sie gemeinsam dem Team von L’appel vor.

Wir sind weiterhin in Kontakt und unterstützen L’appel beispielsweise durch Spendenaktionen und Infoständen auf unseren internen Detecon Events. So haben wir auf unserer 40 Jahr Feier im Sommer 2017 nicht nur eine Spendenaktion gestartet und unsere Kollegen auf die Projekte von L’appel aufmerksam gemacht, sondern auch gemeinsam mit L’appel ausgiebig auf unseren Projektabschluss angestoßen.

Was hat euch besonders Spaß gemacht?

Es war toll, einen so engagierten Verein wie L’appel mit unserem Berater-Knowhow für einen guten Zweck zu unterstützen. On top kam zudem die Bestätigung für unsere Arbeit durch den Sieg des WiWo Best of Consulting Awards 2017 in der Kategorie ProBono. Gerade für einen kleinen Verein wie L’appel war dies auch nochmal eine gute Gelegenheit deutschlandweit mehr Bekanntheit zu erlangen.

Auch wenn solch ein Projekt einen zeitlichen Mehraufwand bedeutet, so überwiegt doch der Spaß und der Lerneffekt. Wir können nur jedem jungen Berater empfehlen diese Möglichkeit an einen ProBono Projekt mitzuarbeiten zu nutzen, da es wirklich ein toller Team Spirit ist und man auch wirklich etwas bewegen kann. Also nutzt die Chance!

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