Rebuilding in der Retrospektive

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Rebuilding in der Retrospektive

Grundkonzepte zukunftsfähiger Ökonomien und Organisationen wie Ökosysteme oder selbstorganisierte Teams stehen schon lange im Fokus von Studien, konzeptionellen Arbeiten und Beratungsprojekten der Detecon. Vor allem sind sie aber die Basis für unseren eigenen Wandel im Sinne eines „practice what you preach“.

Was treibt den Wandel unserer Ökonomie auf allen Ebenen voran? Eine Antwort auf diese Frage muss sich heute von einer Betrachtung Europas über verschiedenste Branchen und Organisationen bis zum Mitarbeiter finden lassen. Unsere Antwort heißt: Rebuilding! Mit diesem Beitrag möchten wir verständlich machen, dass Rebuilding weniger selbst ein spezifischer Lösungsansatz als vielmehr das Ergebnis eines Erkenntnisprozesses zum Wandel unserer Zeit und zu zukunftsfähigen Lösungen ist. So wird Rebuilding im besten Sinne zur Transformation von alter zu neuer Logik.

Das Gleichartige im scheinbar Verschiedenen erkennen

Im Rebuilding Europe-Magazin werden scheinbar unterschiedliche Themen behandelt:

  • der Umgang mit den neuen Internet-Monopolisten,
  • eine neue Wirtschafts- und Unternehmenspolitik für Deutschland und Europa,
  • der Wandel von Branchen und Industrien sowie
  • die Umgestaltung von Unternehmen und anderen Organisationen in Richtung Zukunftsfähigkeit.

Tatsächlich sind dies jedoch unterschiedliche Anwendungsbereiche einer neuen ökonomischen Wirklichkeit mit relativ gleichartigen Bausteinen und Logiken.

Das ist nicht verwunderlich: Auf allen Ebenen wirken dieselben Veränderungstreiber, die deshalb auch zu denselben strukturellen Konsequenzen führen, um die notwendigen Dynamiken und Komplexitäten zu meistern und den Anforderungen an Anpassungsfähigkeit und Innovation zu entsprechen. Diese Erkenntnis ist eigentlich nicht neu – zumindest nicht für Detecon.

Von einer Detecon-Studie 2004 zum neuen Marktparadigma 2018

2004 veröffentlichte ein Detecon-Team um Dr. Gerhard Wohland genau zu dieser Thematik eine Studie. Die Fragestellung von damals ist die gleiche wie heute: Wie muss auf die neue Dynamik der VUCA (volatility, uncertainty, complexity, and ambiguity)-Welt reagiert werden? Die effizienzorientierten, arbeitsteiligen Strukturen einer Massenmarkt- beziehungsweise Taylor-Ökonomie waren viele Jahrzehnte die ideale Antwort auf relativ stabile Märkte – und sind es noch heute im Rahmen ambidextrer Lösungen.

Doch schon damals zeichnete sich ab, dass sich die alten Silos, Monolithen und Hierarchien breit in kollaborativen Netzwerkstrukturen und Ökosystemen auflösen würden, wie es im Beitrag zu den „4I-Prinzipien“ von Prof. Dr. Herbert Meffert zu einem neuen Paradigma der Marktorientierung zu lesen sein wird.

Von den kunden- und marktzentrierten Einheiten in dynamikrobusten Unternehmen aus den Arbeiten von Dr. Gerhard Wohland war der Weg zu einem ökosystem- und zellorientierten Umbau von Konzernen und Mittelstandsunternehmen nicht mehr weit – insbesondere, weil eine Vielzahl weiterer Erfahrungen diesen Wandel vorangetrieben haben.

Detecon goes New Work, Beyond Consulting, Engineering & Company ReBuilding

Zu diesen Erfahrungen gehören die Konzepte zu New Work und Beyond Consulting. Unsere Studien aus dem Jahr 2016/2017, die wir gemeinsam mit dem Team von Professor Hackl durchgeführt haben, bestätigten unsere Perspektiven für die Themen People, Places, Platforms. Ein Kapitel dieses Buches widmete sich dem Thema People: von starren Strukturen und Kontrolle hin zu liquiden Netzwerken und einer Vertrauenskultur. Im Rahmen unseres Anspruchs „practice what you preach“ wandelten auch wir selbst uns in diesem New-Work-Sinne – und können aufgrund dieser Erfahrung viele Kunden intensiv unterstützen.

Unsere parallele Perspektive beschäftigte sich darüber hinaus mit dem Wandel von Branchen, Geschäftsmodellen und Services. In der Detecon-Studie „Erfolgsfaktoren von Digitalen Geschäftsmodellen“ vom Dezember 2017 haben wir ebenjene empirisch untersucht. Unsere allgemeinen Erkenntnisse zur Bedeutung von Business-Ökosystemen für den Wandel flossen im Rahmen des Beyond-Consulting-Ansatzes auch in das Neudenken unserer Branche und unserer Services ein.

Mit Company ReBuilding (CRB) gehen wir bei Detecon nun noch einen Schritt weiter. Der CRB-Ansatz basiert auf dem Prinzip der Zellteilung, bei dem das organisatorische Wachstum organisch wie anorganisch über Plattformen gesteuert wird. Diese steuern das kommunikative Zusammenspiel und die Wertschöpfung und liefern damit die Grundlage für die Erschaffung neuer, transformationaler Produkte. Mit diesem Ansatz ist es möglich, Unternehmenstanker in kleine und agile Schnellboote zu transformieren, die den neuen Marktgegebenheiten besser gewachsen sind.

Company Rebuilding
Company Rebuilding

Neue Ökosystem-Logik am Beispiel des Digital Engineering Centers

Wir glauben, dass die Erfolge der digitalen Leuchttürme nicht ohne ein Neudenken der Wertschöpfung in Richtung Netzwerke und Partnerschaften möglich gewesen wären. Detecon baut seit jeher auf gezielte Partnerschaften. Business-Ökosysteme werden im Rahmen unserer ambidextren Ansätze vor allem in den Bereichen mit hoher Innovation aufgebaut.

Extern setzen wir auf zum Teil sehr internationale Ökosysteme, die auch die Verbands- und Wissenschaftsebene einschließen, um bei den aktuellen Innovationstreibern Künstliche Intelligenz, Autonome Systeme und Digital Leadership vorne mit dabei zu sein. Zudem nutzen wir ein firmeneigenes Freelancer-Netzwerk für eine fluide kooperative Zusammenarbeit im Rahmen unserer unternehmerischen Zellen. Das dokumentiert unseren Anspruch nach innen wie außen, ein Matchmaker und Community Manager zu sein, der Innovation mit Talent zusammenbringt.

In besonders intensiver Weise leben wir die Ökosystem-Logik in unserem Digital Engineering Center (DEC) in Berlin zu den Bereichen Cybersecurity, Co-Innovation, Analytical Intelligence und Industrial IoT – und zwar sowohl in Richtung Partner als auch Kunde.

Das DEC ist unsere konsequente Ausrichtung auf die Chancen und Risiken der Digitalisierung. Durch verkürzte Innovationszyklen und disruptive Technologien entstehen einerseits neue Herausforderungen und Anforderungen bei unseren Kunden –  gleichzeitig aber auch völlig neue innovative Möglichkeiten. Über die Digital Engineering Center wird unser Kundenangang aus der Beratung konsequent mit Hochtechnologie und Innovationsexpertise verknüpft, unsere derzeitige Expertise durch spezielle Skills erweitert und unser Beratungsangebot kontinuierlich mit Tools und Methoden aufgeladen. Außerdem stellen wir damit den Transfer aus dem Innovations- und Partner-Ökosystem in die Praxis und deren Umsetzung sicher.

Beispiel Partner: Im Bereich Cybersecurity bewerten wir die Sicherheitsniveaus der Infrastrukturen unserer Kunden. Handlungsempfehlungen auf Basis von Penetration Tests oder Security by Design von Produkten gehören ebenso dazu wie ein Security Innovation Scouting, ein Security Bootcamp bei unseren Partnern in Israel oder die Planung einer widerstandsfähigen Cyberabwehr, zum Beispiel mit Hilfe eines Cyber Defence Centers. Hier ist vor allem die Vernetzung von Cyber-Kompetenz mit den Kollegen in Israel ein besonderes Asset.

Die persönliche Verbindung zu dem Cyber-Sec Hub in Israel besteht schon sehr lange. Vor rund 12 Jahren hat Detecon-CEO Prof. Dr. Heinrich Arnold das Innovation Laboratory zu Cybersecurity an der Ben-Gurion-Universität in Beer Sheva mitbegründet. Die namhaftesten Experten aus dem Security-Ökosystem in Israel arbeiten heute mit uns – auch ganz konkret auf unseren Beratungsprojekten.

Cybersecurity
Cybersecurity

Beispiel Kunde: Das Co-Innovation-Team arbeitet während des gesamten Innovations- und Implementierungsprozesses mit unseren Kunden zusammen. Wir gestalten analoge und digitale Prozesse neu und machen sie zu tragfähigen digitalen Produkten und Dienstleistungen.

Portfolioelemente wie Trendscouting und Szenariomodellierung helfen unseren Kunden, mit aktuellen und zukünftigen Entwicklungen nicht nur Schritt zu halten, sondern einen Schritt voraus zu sein und Technologieschocks zu vermeiden. Durch UX Design – schnelles Prototypisieren in enger Zusammenarbeit mit den Kunden – können wir anfassbare Ergebnisse realisieren, um die Machbarkeit der Ideen und Konzepte aufzuzeigen.

Um auch komplexen, übergreifenden Herausforderungen, wie sie beispielsweise Smart-City-Konzepte an uns stellen, Rechnung zu tragen, helfen unsere methodischen Ansätze wie Ökosystem-Analyse/-Design und Co-Innovation dabei, tragfähige Plattformgeschäftsmodelle für unsere Kunden zu entwickeln.

Auf dem Weg zum Mainstream

Noch sind Themen wie Ökosysteme, kollaborative Zellen, Co-Innovation, Ambidextrie & Co nicht Mainstream, gewinnen jedoch zunehmend an Relevanz. Für Detecon sind viele dieser Themen bereits Teil unserer DNA. Dies erlaubt es uns, unsere Kunden glaubwürdig im digitalen Zeitalter zu beraten und fit für eine neue Kunden-, Partner- und Mitarbeiterorientierung zu machen. Dieser Weg zeigt, dass Rebuilding weniger selbst ein spezifischer Lösungsansatz als vielmehr das Ergebnis eines langen Erkenntnisprozesses zum Wandel unserer Zeit und zu zukunftsfähigen Lösungen ist.

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Die Welt durchläuft aktuell einen Technologieschock. Der Auslöser, die Digitalisierung, definiert die Parameter des wirtschaftlichen Handelns neu und verändert ganze Gesellschaften. Die Treiber unseres globalen Wirtschaftssystems gehen unterschiedlich damit um. Das Modell Silicon Valley aus den USA setzt auf kreative Zerstörung, das heißt digitale Plattformen mit globaler Reichweite entstehen neu in Konkurrenz zu den etablierten Unternehmen. Das chinesische Modell dagegen basiert auf einem staatlich massiv protegierten Heimatmarkt und erweist sich aktuell wirtschaftlich als besonders wettbewerbsstark.

Wie bewegen sich Deutschland und Europa zwischen diesen beiden dominanten Digitalmodellen? Es gibt Anzeichen, dass sich ein eigener „Europäischer Weg“ ausbildet. Spitzentechnologie und Sprunginnovation, ursprünglich die Grundlagen unserer etablierten Industrie, sind auch heute wieder die zentralen Schlüsselkompetenzen, in die wir all unsere Kräfte investieren müssen.

Diese Ausrichtung bestärkten auch unsere Kunden und Geschäftspartner auf der Premiere des Detecon Red Carpet Events im September 2018. Die Essenz dieses "Europäischen Weges" haben wir für Sie im Magazin Rebuilding Europe zusammengetragen.

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